Volunteer Geschichten
Mike und Linda Stuart
Im Juli 2009 machten wir eine Woche Ferien in Siem Reap mit Globe Aware. Einen Teil der Woche verbrachten wir im Chres Village School and Orphanage. Als wir ankamen bekam ich kalte Füsse – mir war nicht klar, dass ich hier als Lehrer arbeiten sollte. Ich bin 16 Jahre alt und bin mich gewöhnt der Schüler zu sein. Mir wurde die Klasse zugeteilt mit den 11-18 Jährigen Schülern. Ja, die Kinder fanden es ziemlich lustig, dass einige Schüler älter waren als ihr Lehrer! Ich war ziemlich nervös an meinem ersten Tag, doch nachdem mich die Schüler mit „hello teacher, how are you?“ begrüssten, fühlte ich mich wohler. Den ersten Tag verbrachte ich damit, mit jedem Schüler zu sprechen, ihre Namen zu lernen und erfahren, woher sie kommen. Danach startete ich die Lektion. Die Zeit verging wie im Flug und der Assistent musste mich ein paar Mal daran erinnern, dass die Stunde vorbei ist.
Nach diesem ersten Tag erwischte ich mich immer wieder dabei, wie meine Gedanken zum Waisenhaus zurückkehrten und wie ich mir überlegte, was ich besser machen könnte im Unterricht. Was soll ich morgen unterrichten und was kann ich für das Waisenhaus tun. Es war wie ein Fulltime-Job, doch ich liebte jeden Moment. Als wir am zweiten Tag wieder ins Waisenhaus fuhren, rannten 20 Kinder auf unseren Van zu, um uns zu begrüssen. Ich kam mir vor wie ein Star auf dem roten Teppich und alle freuten sich mich zu sehen. Alle waren sehr dankbar, dass wir dort waren und unser Tour Guide, Dine, wiederholte immer wieder, dass es eine gute Sache ist, was wir hier tun. Aber ich glaube, die Kinder vom Waisenhaus haben uns genau so viel gegeben (wenn nicht mehr), als ich ihnen geben konnte. Sie gaben mir eine andere Sicht vom Leben und ein Gefühl von Glück und Stärke, das ich noch nicht oft gesehen habe. Es war ihre Stärke, die mich wahrlich am Meisten imponiert hat. Mir war bewusst, dass 49 der Kinder ihre Eltern verloren haben und im Waisenhaus wohnen. Aber sie waren nicht deprimiert, von Kummer betroffen oder traurig. Sie waren aufrichtig glücklich, vor allem wenn wir zusammen Volleyball (das sie immer Basketball nennen!) spielten und doch auch total fokussiert im Unterricht, wo sie wirklich lernen wollten. Es war ein beachtlicher Unterschied zum normalen Klassenzimmer wie ich es kenne vom Concord High School.
Alles in allem haben mich die Kinder oder aus meiner Sicht besser gesagt die Erwachsenen des Chres Village School and Orphanage auf viele Arten geprägt. Die Zeit die ich im Village verbracht habe, war sehr bereichernd und ich werde die Erfahrung nie vergessen.
Lots of love,
Mike, Linda Stuart, Mathematik Spezialist


